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Studienprojekt: Wirtschaft

Veredelungslexikon

© Projektteam Veredelungslexikon
© Projektteam Veredelungslexikon
© Projektteam Veredelungslexikon

Mit dem »Veredelungslexikon zum Anfassen« wird eine Auswahl von Materialien zur Verfügung gestellt, die es in solchen Veredelungsvarianten noch nicht gegeben hat.

Seit September 2011 ist das Veredelungslexikon als gedrucktes Werk über die  Fakultät Medien der HTWK Leipzig erhältlich. Im Laufe der letzten Jahre wurde die Box nach und nach mit 25 Techniken erweitert und enthält aktuell 32 Techniken.

Jede Veredelungstechnik wird hinsichtlich dem technischen Hintergrund, der Wirkung, den Einsatzmöglichkeiten, den Grenzen und den Kosten betrachtet. Ein Testelement ermöglicht eine absolute Vergleichbarkeit zwischen den Techniken und zeigt die angesprochenen Grenzen optisch und haptisch erlebbar auf. Ein Showelement zeigt die besondere Wirkung der Technik im Zusammenhang mit der jeweiligen Gestaltung. Beide Elemente wurden je Veredelungstechnik mit einem Kooperationspartner aus der Industrie realisiert. Mit Angaben zur Herstellungsweise und zum verwendeten Bedruckstoff vervollständigt die Musterbox sowohl ein ästhetisches als auch ein produktionstechnisches Bild der Veredelungstechniken in der grafischen Industrie.

Das Veredelungslexikon wurde im Rahmen des Moduls Projektmanagement von Studenten der Buch- und Medienproduktion erarbeitet. Insgesamt drei Teams arbeiteten an der Entwicklung des Projekts mit. Das PR-Team des Studiengangs hat seit Oktober 2014 die Verwaltung des Veredelungslexikons übernommen, um Versand und Nachproduktion in gewohnter Qualität zu gewährleisten.

Betreut wird dieses Projekt auf wissenschaftlicher Ebene von 
Prof. Inés Heinze, Lehrgebiet Bedruckstoffverarbeitung. 

Ansprechpartnerin
Prof. Inés Heinze (info (at) veredelungslexikon.de). 

Die Musterbox ist unter www.veredelungslexikon.de zu einem Preis von 59,- EUR zu beziehen. Studierende zahlen weiterhin lediglich 25,- EUR.

Die Musterbox können Sie auch über unseren Shop erwerben.

 

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Projektarbeit mit Happy End

Interview mit der Projektleitung des ersten Teams

© Projektteam Veredelungslexikon

Welches Feedback gab es auf die Musterbox und die Webseite bisher aus der Branche?
Viele Hersteller, Agenturen und Druckereien haben verstanden, dass es inzwischen nicht mehr ausreicht, dem Endkunden als haptische und optische Aufwertung seines Printproduktes eine Spotlackierung anzubieten. Vielmehr ist aus den vielen Gesprächen und den Feedback-Mails zu entnehmen, dass mit vielen Veredelungstechniken noch weitgehend die Erfahrung für die Einsatzmöglichkeiten fehlt. Auf Vorträgen im Herstellerkreis, auf Messen oder in Druckereien stieß unser Projekt damit in eine »offene Wunde« 
und somit auf großes Interesse. So wurde häufig betont, wie 
wichtig es sei, dass ein solches Projekt unabhängig und
fachkundig von einer Hochschule betreut wird. Auch Anfragen
nach Erfahrungsberichten zur Projektorganisation und -ablauf
von anderen Hochschulen an uns belegen dies.

© Projektteam Veredelungslexikon

Wo steht das Projekt »Veredelungslexikon« jetzt?
Wir sind mit der durchweg positiven Resonanz auf das Projekt selbst etwas  überrascht worden. Nie hätten wir und einen solchen Erfolg ausmalen können. Seit September 2011 gehen unsere Musterboxen weg wie »warme Semmeln«. Auch inzwischen ins europäische Ausland. Rund 350 Exemplare, also mehr als 24% der Auflage, sind bei unserer Zielgruppe bereits angekommen. Unsere Kunden sind Hersteller, Grafiker, Druckereien, Buchbindereien, Veredelungs-dienstleister, Studenten und Azubis. Ebenso wird die Website immer besser besucht. Mit mehreren Veröffentlichungen und Rezensionen in Fachzeitschriften und Blogs steigt der Bekanntheitsgrad des Projektes weiter.

© Projektteam Veredelungslexikon

Wo traten die größten Herausforderungen im Projekt selbst auf?
Wenn man ein ganz neues Projekt starten will, muss man zunächst viele »Stakeholder« überzeugen. Das fängt mit den Professoren an, geht über Projektpartner und Sponsoren bis hin zum Endkunden. Manche unserer Partner in der Wirtschaft stiegen mit der Idee sehr schnell ins Projekt mit ein, andere mussten lange von dem Nutzen für Ihr Unternehmen überzeugt werden. Die Kommunikation mit rund 60 direkt am Projekt beteiligten Personen war nicht immer einfach. 
Ideen zur Umsetzung der Musterbox wurden immer wieder 
entwickelt und wieder verworfen, bis kurz vor Produktionsbeginn! 
Viele Verfahren waren auch an der Hochschule neu. So mussten
z. B. erst Erfahrungen in der Weiterverarbeitung von beflocktem 
Material gesammelt werden. Ein Bohren oder Beschneiden im 
Stapel war nicht so einfach oder gar nicht möglich. Diese 
technologischen Probleme brachten uns zeitweise natürlich 
unter großen Termindruck. Hier war es aber dank eines 
ausgefeilten Produktionsplanes möglich, erste herstellerische 
Erfahrungen zu sammeln.

© Projektteam Veredelungslexikon

Wie wird das Projekt weiter geführt und was erwarten wir als nächstes vom Projektteam?
Das alte Team hat sich teilweise studienablaufsbedingt 
schon seit Oktober aus dem Projekt zurückgezogen. Zwei Kommilitonen und ich werden uns nun auch im Februar zurückziehen. Seit Juli sind zwar schon vier neue motivierte Studenten aus dem Folgematrikel dabei, jedoch fällt es uns denkbar schwer unser »Baby« los zu lassen. »Unser Projekt«, dass uns so viel Engagement abverlangt, aber genau so viel Spaß gemacht hat und bei dem wir viel für unsere berufliche 
und persönliche Laufbahn mitnehmen konnten. Inzwischen 
bereiten wir die Ergänzungslieferung der nächsten acht 
Veredelungstechniken vor, die zur Leipziger Buchmesse 
erscheinen sollen. Parallel arbeiten wir mit einem weiteren 
Projektteam daran, die Website auf Englisch einem größeren 
Publikum zugänglich zu machen.

© Projektteam Veredelungslexikon

Was ist dein persönliches Fazit nach über 16 Monaten in der Projektleitung?
Die Eigeninitiative des Projektes hat ein enormes Engagement und Kreativität beim gesamten Team und auch bei vielen Professoren und Mitarbeitern der HTWK freigesetzt. Mit einer vorgegebenen Projektaufgabe wäre das so sicherlich nicht abgelaufen. Über alle Schwierigkeiten der täglichen Projektarbeit hinweg, war ich immer darauf aus, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Viele Probleme ließen sich mit einem guten Kompromiss in der Diskussion lösen.
Einige Fragen konnte ich jedoch nur nach schwierigen 
Gesprächen für mich allein entscheiden. Die Finanzierung
stand lange auf wackeligen Beinen. Eine gute Vernetzung
an der Hochschule und mit den Projektpartnern kann aber
viele Synergien bündeln und alles etwas einfacher machen. 
Rückblickend würde ich sagen: Gerne wieder, mit so einem 
Team im Rücken! 

Die Fragen stellte Jessica Hellmuth, VH.de

 

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Letzte Änderung: 15.5.2015
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